Die Hose

Auf dieser Seite beschreibe ich die Herstellung der Hose für das Jedi-Kostüm. Ich habe hier bewusst auf eine Blog-Darstellung der einzelnen Schritte verzichtet und alle Informationen ohne Cliffhanger in ein Dokument gepackt. Viel Spaß beim Lesen!

30.01.2014

Nachdem die Arbeiten an der Robe abgeschlossen sind, habe ich mich heute um die Hose gekümmert. Allerdings habe ich mir überlegt, keinen meiner vielen Burda-Schnitte hervorzukramen, sondern den Schnitt für eine Hose passgenau für mich selbst anzufertigen. Als Basis für dieses Unterfangen diente dieses Buch von Winifred Albrich (Klick aufs Bild führt zu Amazon):

Es war zwar etwas gewöhnungsbedürftig, den Anweisungen zu folgen, aber hier ist er: mein eigener Hosenschnitt:

Da sowohl das Vorder- wie auch das Rückteil der Hose auf einem Blatt konstruiert wurde, habe ich die beiden Muster in unterschiedlichen Farben gezeichnet. Dann habe ich einfach ein wenig Schreibmaschinenpapier zusammengeklebt und die beiden Teile durchgepaust.

Um zu testen, ob der Schnitt auch passt, habe ich aus den Resten des Robenstoffs erst ein “Probebein” und dann eine “Probehose” genäht. Erkenntnisse: Frau Albrich erwähnt, dass der Schnitt bereits eine Nahtzugabe beinhaltet. Für Männer, die nicht so stramme Oberschenkel wie ich haben (Fußballerbeine, sagt mein Arzt immer – dabei spiele ich gar kein Fußball), passt der Schnitt perfekt. Für meine Beine sitzt das “Probebein” etwas spack. Die “Probehose” habe ich daraufhin mit 2,5 cm Nahtzugabe zugeschnitten. So fällt die Hose für meine Beine etwas lockerer, aber oben ins Bündchen passt noch ein Elefant mit rein. Also: die endgültige Hose mit 1 cm Nahtzugabe ausgeschnitten – passt (Schon klar: Schnitt mit Stecknadeln fixieren usw… kennen wir ja schon von der Robe).

Zu beachten ist, dass der Schnitt von Frau Albrich keine Zugaben für die Bündchen vorsieht. Da der Hosenschnitt an den Füßen und am Bund der Einfachheit halber mit einem Gummibündchen versehen wird, muss hier noch eine Stoffzugabe in den Schnitt integriert werden. Das von mir eingesetzte Gummiband hat eine Breite von 3,5 cm. Ich habe daher 2 * 3,5 cm + 1cm (für den Saum) zugegeben und das Schnittmuster oben und unten mit 8 cm Zugabe ausgeschnitten.

Nach dem Zuschnitt des Stoffes habe ich die vier Hosenteile versäubert. Dazu wird an der Nähmaschine ein Zickzackstich eingestellt und das komplette Stoffstück mit Zickzackstich umnäht. Dadurch wird verhindert, dass der Stoff an der Schnittkante ausfranst. Hinweis für schusselige Anfänger: Daran denken, die doppelt zugeschnittenen Hosenteile auch vorher auseinander zu nehmen.

Nach dem Versäubern der Hosenteile werden die Teile rechts auf rechts aufeinander gelegt und die langen geraden Nähte gesteppt. Hierbei die Nahtzugabe von 1 cm berücksichtigen.

Hierbei die Nahtzugabe von 1 cm berücksichtigen.

Jetzt folgt ein kleiner gemeiner Trick: Ein Hosenbein wird nun auf rechts gewendet und in das andere Hosenbein geschoben.

Mit Stecknadeln werden nun die noch offenen Nähte fixiert und anschließend gesteppt. Prinzipiell ist die Hose dann soweit fertig. Als Letztes werden die Bündchen gefertigt. Dazu wird an den Fußenden der Saum um 4,5 cm eingeschlagen (das hängt natürlich von der Breite des Gummibandes ab!) und gesteppt. Dabei ist zu beachten, ein Stück im Saum offen zu lassen – hier wird das Gummi eingezogen.

Tipp: Das Einziehen des Gummibandes gelingt am Besten unter Zuhilfenahme einer Sicherheitsnadel, die durch das Gummi gezogen wird. Nachdem das Gummiband eingezogen ist, die vorläufige Länge erst einmal mit einer Stecknadel fixieren, die durch beide Enden des Gummis gezogen wird. Dann die gewünschte “Stärke” des Gummizugs einstellen, das Gummiband zurechtschneiden, die Enden vernähen und das offen gelassene Stück im Saum ebenfalls (unter Zug) schließen. Dann am anderen Fußende genau so verfahren. Abschließend wird das Bündchen am Bauch auf die gleiche Art gefertigt. Fertig ist die Hose!

Das nächste Kostümelement ist die innere Tunika.